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Warum ich kein Facebook habe

Anfangs 2017 löschte ich meinen Facebook-Account für immer. Wenn ich nun erwähne, keinen Facebookaccount mehr zu haben, werde ich ungläubig angeschaut. Was, du hast kein Facebook?

Ja, habe ich nicht mehr. Die ständige Berieselung mit nonsense-News ging mir auf den Zeiger und ich verbrachte oft Stunden damit, mich durch die News zu scrollen. Zu allem Übel verfiel ich selbst diesem Trend und „postete“ praktisch noch so jede kleine Handlung meines Alltages.

Facebook kennt Dich unter Umständen besser, als dein Lebenspartner. (Auszug: September 2019)

An einem verregneten Sonntag im Oktober 2017 druckte ich die Datenrichtlinien und Nutzungsbedingungen von Facebook aus und las sie penibel genau durch. Ich war einfach neugierig, was denn so darin stand, denn normalerweise klicke und winke ich die AGB’s u.a. Bedingungen eines Unternehmens einfach durch.

Hier mein ganz persönlicher Tipp: Nimm Dir einmal rund 2 Stunden Zeit und liess die Bedingungen Deiner bevorzugten Social-Media Plattform komplett durch. Ob jetzt Tinder, Facebook, WhatsApp, Twitter, Flickr, Tumblr, Instagram, Snapchat, LinkedIn, Youtube usw. Merkst Du was?

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Tipps & Tricks

GRUB reparieren

error: no such partition. Entering rescue mode...
grub rescue>

Falls Du diese Meldung auf Deinem Debiansystem bekommst, hast Du den Grub-Bootloader zerschossen. Jetzt wird es an der Zeit, die Installations-CD von Debian einzusetzten. Lege die CD ein und wähle dann im Installationsmenu:

Advanced option > Rescue mode

Du solltest Dein System kennen, bevor Du dich an die Reparatur von GRUB wagst. Der Rettungsmodus wird Dir ganz oben links angezeigt!

  • Sprache, Land und Ort wählen
  • Netzwerk wählen (falls dies gefragt wird)
  • Rechnername wählen (spiel keine Rolle, was hier gewählt wird: z.B.: supertux)
  • Domain-Name wählen (wählen, oder leer lassen)
  • root-Dateisystem wählen! (In diesem Beispiel liegt root auf /dev/sda2)

01. Das Wählen des richtigen Root-Dateisystems ist enorm relevant! Falls Du das falsche Root-Dateisystem wählst, führt dies unweigerlich zu einer Fehlermeldung!

02. falls /boot auf / liegt, ist das Einbinden von /boot sparat nicht nötig und diese Meldung wird nicht angezeigt.

Das installierte System nutzt scheinbar eine separate /boot-Partition.

Es ist normalerweise eine gute Idee, sie einzubinden, da sie so die Möglichkeit haben,
Operationen wie das Neuinstallieren des Bootloaders durchzuführen. Wenn allerdings das
Dateisystem auf /boot beschädigt ist, sollten Sie eventuell davon absehen, sie
einzubinden.

Separate /boot-Partition einbinden?

03. Wähle mit den Pfeiltasten nun auf Eine Shell in /dev/sdXY ausführen

Rettungsaktion

Eine Shell in /dev/sdXY ausführen
Eine Shell in der Installer-Umgebung ausführen
Den GRUB-Bootloader neu installieren
GRUB-Installation in den EFI-Wechseldatenträgerpfad erzwingen
Ein anderes Wurzeldateisystem wählen
System neu starten

04. GRUB neu installieren

Alternative I

Es kann natürlich auch „Den GRUB-Bootloader neu installieren“ gewählt werden. Bei Linux führen manchmal verschiedene Wege zum Ziel und es kann mehrere Lösungen geben.

Alternative II (Falls Dein System EFI unterstützt)

Wir befinden uns nun in der Shell der Rettungsaktion. Installieren nun das Paket grub-efi

apt install grub-efi

und binde die EFI-Bootpartition ein.

mount /dev/sdXY /boot/efi

Installiere jetzt den Bootloader in das Wurzelverzeichnis:

Alternative III

Installieren das Paket grub

apt install grub

und binde die Bootpartition ein. 

mount /dev/sdXY /boot/grub

05. Installiere den Bootloader in das Wurzelverzeichnis:

grub-install /dev/sdXY

führe ein update-grub aus.

update-grub

Verlasse die Shell mit

exit

06. und wähle System neu starten aus.

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Tipps & Tricks

Datenrettung mit foremost

Foremost eignet sich hervorragend, um bereits gelöschte Dateien wieder herzustellen.

Schritt 1

Installiere auf deinem Linuxsystem foremost mit:

# apt install foremost

Schritt 2

Lasse nun foremost laufen. Foremost durchsucht nun das Dateisystem und legt alle gefunden Dateien (hier jpg-Bilder) unter dem Ordner /output ab. Bedenke dabei, dass dies lange dauern kann. Meine 1 TB Festplatte dauerte rund 2.5 Stunden. Dabei fand foremost rund 950“000 Bilder mit einem Volumen von nahezu 85 GB. Prüfe vorher, ob /output also genügend freien Speicher besitzt!

# foremost -t jpg -i /pfad/zur/partition/sdbX

in diesem Beispiel durchsucht foremost also die angeschlossene Festplatte unter /pfad/zur/partition/sdbX und gibt alle gefundenen jpg-Bilder in /output aus. X und der Pfad müssen angepasst werden.

Schritt 3

Da foremost unter root lief, sind wir als normaler Benutzer noch nicht befugt, die gefundenen Bilder zu bearbeiten. Mit:

# chown -c -R BENUTZER /pfad/zu/output/

ändern wir die Rechte so, dass BENUTZER nun ohne root auf die Bilder zugreifen kann.

Schritt 4

Bilder unter 50 kB sind in der Regel Thumbnails oder Icons, welche getrost ignoriert werden können. Da wir jetzt einen Ordner mit vielen Bildern haben, macht es Sinn, einige davon zu löschen. In diesem Beispiel löschen wir alle Bilder unter /output, welche kleiner als 50 kB sind:

find /pfad/zu/output -type f -size -50k -exec rm -f {} \;

Schritt 5

Unser Ordner hat aber immer noch sehr viele Bilder. Versuchen wir den Ordner mit einen Dateimanager zu öffnen, dauert das Erstellen der Vorschaubilder ewig. Nun splitten wir den Ordner /output so auf, dass sich jeweils 1000 Bilder in einem Unterordner befinden. Erstelle unter /output mit nano eine Datei (z.B. meinscript.sh)

nano -w meinscript.sh

und füge nun folgenden Code ein:

#!/bin/bash
target=“$RANDOM“_“$RANDOM“_“$RANDOM“
mkdir „$target“
mv -t „$target“/ „$@“

das Script muss noch ausführbar gemacht werden mit:

chmod +x meinscript.sh

Mit dem printf-Befehl:

printf "%s\0" *.jpg | xargs -0 -n 1000 ./meinscript.sh

splitten wir nun den gesamten Ordner auf. Dabei landen exakt immer 1000 Bilder in einem entsprechenden Unterodner. Nun können wir die gefundenen Bilder in akzeptabler Zeit durchscrollen.

Hinweis

foremost findet jedoch nicht nur Bilder und ist durchaus in der Lage, weitere Formate zu finden. Dazu einfach den entsprechenden Schalter anwenden. Weiter Infos findest Du hier

foremost -t all -i /pfad/zur/partition/sdbX

Dieser Befehl durchsucht die gesamte Festplatte oder Partition nach allmöglichen Dateien. Doch Vorsicht: unbedingt prüfen, ob /output genügend freien Speicher besitzt. Eine 1 TB Festplatte kann unter Umständen auch knapp 1 TB an Dateien liefern!