Archchlinux in einer VM installieren.
In diesem Beispiel installieren wir Archlinux in einer Virtualbox. Die gesamtgrösse der virtuellen Partition beträgt hier 14 GB.

 

01. Das Tastaturlayout der CH laden:

loadkeys de_CH-latin1

 

02. Partitionsprogramm starten:

cfdisk

Über Partitionen kann die Linuxgeneration lange Diskussionen führen. Damit dieses Tutorial nicht in einer unendlich langen Partitionsdiskusion ausartet, einigen wir uns auf folgende Partitionsgrössen. Die gesamte Grösse der Partition beträgt 14 GB. Beachte, dass die boot-Partition /dev/sda1 auf "bootable" gesetzt wird:

                    /dev/sda1         500M      ext3      *(bootable)
                    /dev/sda2        12.5G      ext4
                    /dev/sda3           1G      swap

 archlinux cfdisk vorbereitung

03. Filesystem auf Partitionen erstellen und einhängen:

mkfs.ext3 /dev/sda1
mkfs.ext4 /dev/sda2
mkswap -L swap /dev/sda3
swapon /dev/sda3

mount /dev/sda2 /mnt
mkdir /mnt/boot
mount /dev/sda1 /mnt/boot

 

04. Paketmanagement aktuallisieren mit:

pacman -Syu

 

05. Die Mirrorlist bearbeiten. Wähle hier einen Spiegelserver aus deiner Nähe oder lass das File so, wie es war:

nano /etc/pacman.d/mirrorlist

 

06. Mit dem pacstrap-Script installieren wir nun die Paketgruppen base und base-devel:

pacstrap /mnt base base-devel

 

07. Erstelle automtisch die fstab mittels der UUID -U. Alternativ geht auch der Schalter -L für Label. Kontrolliere das File mit cat oder nano:

genfstab -U /mnt > /mnt/etc/fstab
cat /mnt/etc/fstab

 

08. chroot dein System auf /mnt. Der Prompt deines System wird sich nun ändern:

arch-chroot /mnt

 

09. Vergib einen beliebigen Hostnamen.

echo supertux > /etc/hostname

 

10. Setze die Sprache in der locale.conf fest:

echo LANG=de_CH-UTF8 > /etc/locale.conf

 

11. Setzte ebenfalls das richtige Tastaturlayout fest. Für die deutschsprachige Schweiz ist dies:

echo KEYMAP=de_CH-latin1 > /etc/vconsole.conf

 

12. Festlegen und setzten der Zeitzone. Für die CH muss Zurich (ohne ü) gewählt werden:

ln -sf /usr/share/zoneinfo/Europe/Zurich /etc/localtime
hwclock --systohc

 

13. Die locale.gen muss nun auf das gewünschte Land (hier Schweiz) angepasst werden. Dabei entfernen wir das Komentarzeichen (#) und speichern die Datei neu ab:

nano -w /etc/locale.gen

 archlinux localefuer schweiz 

14. Anschliessend generieren wir die locale Datei:

locale-gen

 

15. Nun "bauen" wir Linux mit:

mkinitcpio -p linux

 

16. Vergib ein Passwort für den User root:

passwd

 

17. Installiere einen beliebigen Bootlooader oder wie hier syslinux:

pacman -S syslinux

 

18. sda2 eintragen via: beachte, dass auch bei fallback gewechselt wird

nano /boot/syslinux/syslinux.cfg

 

19. Nun schreiben wir den Bootloader mit:

syslinux-install_update -iam

 

20. Melde Dich von chroot ab und hänge die Partition aus. Danach wird das System neu gestartet.

exit
umount -R /mnt
reboot

Wichtig ist nach dem Neustart nicht mehr das *.iso File zu starten, sondern das soeben erstellte System. Wähle hier also "boot existing OS" da sonst eine weitere Installation startet!

archlinux boot existing OS 

21. Ermittle mit ip addr den dhcpcd-Server und setzte ihn fest. ip addr gib vereinfacht gesagt alle Links aus, welche "internetfähig" sind. In der Regel sieht dies wie hier unter 2: aus. enp0s3 ist somit unser aktiver Link:

 archlinux ipaddr

ip addr
systemctl enable dhcpcd@enp0s3

 

22. Prüfe, ob die Internetverbindung steht. Wenn nicht, kehre zum obigen Schritt zurück.

ping -c3 google.ch

 

23. Erstelle einen User:

useradd -m -g users -s /bin/bash yuna

 

24. Vergib ein Passwort für deinen soeben erstellten User:

passwd yuna

 

25. Installiere das Paket sudo

pacman -S sudo

 

26. Entferne nun das # bei # %wheel ALL=(ALL) ALL

nano /etc/sudoers

 

27. Weise User der Gruppe wheel zu:

gpasswd -a yuna wheel

 

28. Installiere nun folgende Pakete nach:

pacman -S acpid ntp dbus avahi cups

 

29. Aktiviere die Module:

systemctl enable acpid
systemctl enable ntpd
systemctl enable avahi-daemon
systemctl enable org.cups.cupsd.service

 

30. Da wir einen funktionierenden X-Server (mit GNOME) installieren möchten, müssen einige Pakete nachinstalliert werden:

pacman -S xorg-server
pacman -S xorg-xinit
pacman -S virtualbox-guest-utils
pacman -S ttf-dejavu
pacman -S xorg-twm
pacman -S xorg-xclock xterm

 

31. installiere nun GNOME. Das kann jetzt durchaus eine Weile dauern:

pacman -S gnome gnome-extra

 

32. Lief die Installation durch, starte das System neu:

reboot

 

33. Wähle dich mit deinem User an (nicht root) und setze gdm als Start-Displaymanager fest:

systemctl enable gdm

 

34. Das war es auch schon. Starte das System neu:

reboot